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Wein ist in der Bibel ein Symbol für Freude (Joh 2), geistliche Kräfte und Gaben, aber auch für Gericht. Im AT bezeichnet Gott das Volk Israel als Weinstock, den er anlegte um die Welt damit zu segnen. (Jes 5, Ps 80...) Jesus greift dieses Bild in einer seiner letzten Reden an seine Jünger auf: Joh 15 Jesus ist der wahre Weinstock 1 »Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. 2 Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt; aber die fruchttragenden Reben reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringen. 3 Ihr seid schon rein geworden durch das Wort, das ich euch verkündet habe. 4 Bleibt mit mir vereint, dann werde auch ich mit euch vereint bleiben. Nur wenn ihr mit mir vereint bleibt, könnt ihr Frucht bringen, genauso wie eine Rebe nur Frucht bringen kann, wenn sie am Weinstock bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. 6 Wer nicht mit mir vereint bleibt, wird wie eine abgeschnittene Rebe fortgeworfen und vertrocknet. Solche Reben werden gesammelt und ins Feuer geworfen, wo sie verbrennen. 7 Wenn ihr mit mir vereint bleibt und meine Worte in euch lebendig sind, könnt ihr den Vater um alles bitten, was ihr wollt, und ihr werdet es bekommen. 8 Die Herrlichkeit* meines Vaters wird ja dadurch sichtbar, daß ihr reiche Frucht bringt und euch so als meine Jünger* erweist. 9 So wie der Vater mich liebt, habe ich euch meine Liebe erwiesen. Bleibt in dieser Liebe! 10 Wenn ihr meine Gebote befolgt, dann bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich die Gebote meines Vaters befolgt habe und in seiner Liebe bleibe. 11 Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und an eurer Freude nichts mehr fehlt. 12 Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe. 13 Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt. 15 Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn ein Diener weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr nenne ich euch Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe. 16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu bestimmt, reiche Frucht zu bringen, Frucht, die Bestand hat. Darum gilt auch: Alles, was ihr vom Vater in meinem Namen, unter Berufung auf mich, erbittet, wird er euch geben. 17 Dieses eine Gebot gebe ich euch: Ihr sollt einander lieben!« Jesu Vermächtnis an seine engsten Begleiter. Sehr einprägsames Bild vom Weinstock und den Reben. Alles Wichtige noch einmal in konzentrierter Form. (Feste Speise) Er führt uns darin unsere zentrale Berufung vor Augen: Joh 15,8 Die Herrlichkeit meines Vaters wird ja dadurch sichtbar, dass ihr reiche Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist. Er zeigt uns was wir tun sollen um diese Berufung zu erreichen: Joh 15,12 Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe. Und er zeigt uns auch, in welcher Beziehung wir zu ihm stehen: Joh 15,15 Ich nenne euch nicht mehr Diener; ... Vielmehr nenne ich euch Freunde; Freundschaft ist der höchste Level einer Beziehung. Es ist „leichter“ ein Diener zu sein, als ein echter Freund. Du kannst dienen, ohne ein Freund zu sein, aber niemals umgekehrt! Bsp.: Chef Wir wollen, dass suchende Menschen aus unserer Region, durch das erleben von gesunden Beziehungen, Vertrauen zu Gott fassen und seine Freunde werden. Gott möchte uns nicht als funktionierende Befehlsempfänger (Engel), sondern als Freunde. Einzige Bedingung für die Freundschaft zu Gott: „Liebt einander!“ Test: Wie gehe ich mit Menschen um? Darin spiegelt sich mein Glaube. Dieses Gebot der Liebe bringt uns in eine neue „Liga“. Bei „normalen“ Geboten gibt es ein Limit/Norm, die ich erreichen muss um mich an das Gebot zu halten. Bsp.: 70km/h Wie viel muss ich lieben, damit ich meine Aufgabe erfüllt habe...? Mit dieser Frage oute ich mich als jemand, der noch nicht verstanden hat, was Liebe ist. Jesus gebraucht hier das sehr anschauliche Bild vom Weinstock und den Reben um über die Frucht in unserem Leben zu sprechen: Wie sieht „gute Frucht“ aus? Zunächst ganz allgemein: Was ist Frucht? · Nahrung für andere · Von kurzer Dauer (Kirschen), braucht seine Zeit; ð Langfristige Perspektive · Voraussetzung für neues Leben (Same) · Bindeglied zur nächsten Generation · Im Überfluss vorhanden. (Jeder Kirschkern ein neuer Baum) Nur ein winziger Teil der Frucht findet Verwendung in der Fortpflanzung Unsere Berufung = Frucht im Überfluss. Wie sieht bei uns Frucht aus? Ü Frucht ist Sichtbar gewordener Glaube „An der Frucht werdet ihr sie erkennen“ Welche Frucht? Was erkennen? · Gal 5,22 · Eph 5,9: Lebt als Kinder des Lichts. Denn die Frucht des Lichts ist alle Art Gutes und Gerechtigkeit und Wahrheit. All das lässt sich mit zwei Worten ausdrücken: Gutes tun. Es geht nicht um Werksgerechtigkeit! Sondern um Frucht. Tun ist viel wichtiger als Wissen. (Buchreligion) Tim + Tit: Warnung vor „Schwätzern“ Ü Bsp: 1.Kor 13! Liebe = Entscheidung... zu Handeln! Was sollen wir tun? Es geht ja nicht darum einfach nur aktiv zu sein. „Ich weiß nicht wohin ich fahre, aber Hauptsache ich bin schneller dort.“ Effektiv statt aktiv! Was heißt „Gutes tun“ aus der Sicht Gottes? Sind das Menschen, die durch meinen Dienst zu Gott gefunden haben? Wo sind dann meine „Früchtchen“? ☺ Wenn wir schon beim Thema Evangelisation sind: Ist es wirklich unsere Aufgabe Menschen zu Gott zu bringen? Oder ist es nicht viel mehr so, dass Gott durch uns zu den Menschen kommen will? Gott kommt zu den Menschen! Gott wird erlebbar, für dich und mich lebendig! Die Gemeinde Jesu ist der Ort, an dem Gott Menschen begegnet. Frage an einen Pastor: „Wo ist deine Gemeinde?“ Gott will auch heute durch dich und mich deinem Nächsten begegnen! (Freiwillige Selbstbeschränkung) Wir sind Botschafter Gottes! „Wo hat Gott mich hingestellt?“ = eine Frage der pers. Berufung. Zu Hause/Arbeitsplatz/Schule/Verein/Nachbarschaft... Das Wo beeinflusst mein Wie, aber nicht mein Was! Die Botschaft ist die gleiche, der Stil muss der Zielgruppe angepasst werden. Botschaft = nicht Bekehre dich! = Gott liebt dich, deshalb liebe ich dich auch! (in der Tat) Dass Gott zu den Menschen kommt, ist nicht unsere Leistung! Unsere Aufgabe ist es nur in ihm zu bleiben. Die Rebe bringt Frucht, weil sie am Weinstock hängt. Wir bringen Frucht, wenn wir in IHM bleiben. In ihm sein (Echt ganz sein) = Beziehung pflegen... JC sagt alleine in diesem Bibelabschnitt drei Wesensaussagen über uns; 3x sagt er: Ihr seid... 1. Ihr seid rein V 3: Ihr seid schon rein, durch das Wort, das ich zu euch geredet habe. Reinheit = Voraussetzung um überhaupt in Gottes Nähe kommen zu können. ð Jes 6 Bsp.: Nach einer Woche Missionseinsatz im Busch endlich duschen können... Wir leben in einer schmutzigen Welt. Auch in uns: schlechte Gedanken, Neid, Missgunst, Habgier, Misstrauen... Geistliche Reinigung = Ebenso eine Wohltat. ð V 3: Reinigung durch das Wort, das JC redet. Bsp: Bibellesen für „alte Hasen“ ist wie ein Weidenkorb, der ins Wasser getaucht wird. Scheinbar sinnloses Wasserschöpfen führt dazu, dass der Korb immer sauberer wird. Bibellesen und auf Gottes Stimme hören = geistliche Dusche. Es reinigt unseren Geist. Sündenerkenntnis und Vergebung. Ausrichtung auf Gottes Perspektive Wir können uns nicht dagegen wehren, dass wir geprägt werden, aber wir können uns aussuchen, wer uns prägt. Prägung durch den Vater. Unser Denken wird erneuert. Ergebnis: Wir werden „sauber“. Saubere Kinder Gottes spiegeln seine Herrlichkeit wieder! 2. Ihr seid Reben V 5: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Weinpflanze besteht aus Stock (mit Wurzel), Blättern und Reben. Jedes hat seine Aufgabe. Der Grund, warum ein Bauer einen Weingarten pflanzt, sind die Reben. JC: Wir sind dazu bestimmt, Frucht zu bringen. Nicht wenn es sich leicht ausgeht, so nebenbei wäre es toll, wenn ein „Früchtchen“ dabei herauskommt... Es ist unsere Bestimmung reiche Frucht zu bringen. Dazu muss er uns beschneiden. (tut weh) Geringes Vertrauen, Egoismus, Charakterschwächen... Nicht weil Gott uns etwas nicht gönnt, sondern damit unser Leben noch fruchtbarer wird. Interessant, dass JC hier eine Verbindung zu unserem mehr oder weniger erfolgreichem Gebetsleben zieht. Um Frucht zu bringen müssen wir eng mit ihm verbunden bleiben: Joh 15,7 Wenn ihr mit mir vereint bleibt und meine Worte in euch lebendig sind, könnt ihr den Vater um alles bitten, was ihr wollt, und ihr werdet es bekommen. Mit „bitten was ihr wollt“ ist bestimmt nicht gemeint: „Ich will einen Porsche...“ Sehr wohl aber: „Herr, heile du XY“, oder „Gieß aus deinen Geist“, „Lass Zeichen und Wunder geschehen“, „gib uns Vollmacht dein Wort so zu verkündigen, dass Menschen berührt und verändert werden“... 3. Ihr seid meine Freunde V 14: Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt. Einziger „Zustand“, den JC bei uns sieht, der an einen Bedingung geknüpft ist: ... wenn ihr mein Gebot befolgt. Das Gebot von dem JC hier spricht: Joh 15,12 Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe. Noch nicht einmal von Feindesliebe die Rede. Trotzdem spüren wir die Herausforderung im Nebensatz: ... so, wie ich euch geliebt habe. Da schließt sich der Kreis wieder. Das können wir nur, wenn wir ganz eng mit ihm verbunden sind. Gott ist traurig, wenn er sieht, was Menschen einander antun. Krieg, Mord und Gewaltverbrechen sind ja nur die Spitze des Eisbergs an Lieblosigkeit, die in der Welt vorherrscht. Aber noch viel trauriger ist er glaube ich über Christen, die schlecht übereinander reden, wo Neid und Gehässigkeiten vorkommen, wo man einander den Glauben abspricht, weil man in einem Punkt eine andere Lehrmeinung hat, wo es Spaltungen und Parteiungen gibt... Lieblosigkeit unter Christen ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Das muss aufhören! Auch wenn unsere Gemeinde in diesem Punkt relativ gesund ist, müssen wir doch wachsam sein. 1.Joh 4,20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder hasst, dann lügt er. Wenn er seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben. Freund Jesu sein und gleichzeitig mit anderen Christen im Clinch zu liegen schließt sich aus. Das heißt nicht, dass wir Konflikten ausweichen sollen. Aber wenn beide Parteien willig sind, gibt es für jeden Konflikt eine Lösung mit der beide leben können. Bsp.: Zwei Mitarbeiterinnen von Jerry Cook. Aber wenn wir einander lieben (= so verhalten, wie es das Beste für den anderen ist), brauchen wir uns möglicherweise gar keine Gedanken darüber zu machen, wie wir Menschen für Gott interessieren und begeistern können. Menschen sind wie Motten, sie werden vom Licht angezogen. Wir wollen, dass suchende Menschen aus unserer Region, durch das Erleben von gesunden Beziehungen, Vertrauen zu Gott fassen und seine Freunde werden! Gesündere Beziehungen, als wenn wir einander so lieben, wie JC uns liebt gibt es nicht. Joh 13,35 An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid. => Reiche Frucht: Leben im Überfluss, für uns und für unseren Nächsten. |