Nachlese
Ich bin das Licht der Welt Drucken

 

 

Eine Blondine geht in der Stadt spazieren und kommt zu einer Laterne.
An dieser hängt ein Zettel: "Appartement zu vermieten.
"Die Blondine denkt sich: "Super! Ich brauche, eh eine Wohnung" 
Sie klopft an der Laterne. Keiner macht auf. Sie wiederholt ihren Versuch, jedoch wird ihr nicht geöffnet.
Ein Polizist auf der anderen Straßenseite beobachtet einige Zeit die Bemühungen der Blondine, fasst sich ein Herz und geht zu ihr. Er fragt sie: "Was machen sie hier eigentlich?" 
Die Blondine zeigt auf den an der Laterne hängenden Zettel 
"Appartement zu vermieten" und bemerkt dazu, dass sie schon seit geraumer Zeit klopfe, ihr jedoch niemand öffne.
Der Polizist sieht die Blondine an, dann die Laterne und bemerkt dann lapidar: "Das gibt es nicht, das Licht brennt, es muss jemand da sein!"

 

 

Predigtserie über die „Ich bin“ Worte Jesu.

Heute nur ein Vers: Joh 8,12

»Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.«

 

Licht ist viel mehr als eine elektromagnetische Welle zwischen 380nm bis 780nm Wellenlänge, die sich mit 299 792km/s ausbreitet.

Licht ist etwas lebensnotwendiges und etwas sehr nützliches.

Bsp.: Am Mittwoch vom Trafotreff bei Dunkelheit nach Hause.

Auto nach HK gesucht.

 

Wenn Jesus das Licht der Welt ist, dann bedeutet das, dass die Welt ohne ihn ein sehr dunkler Ort ist. Ein Ort der Kälte und der Lieblosigkeit. Ein Ort, der nicht lebenswert ist.

 

Seit wann scheint das „Licht der Welt“?

Erster Schöpfungsakt: Es werde Licht!

Sonne, Mond und Sterne wurden später erschaffen.

Joh 1,9-11

9 Das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und nun allen Menschen leuchtet, ist Er, der das Wort ist.

10 Er, das Wort, war schon immer in der Welt,

die Welt ist durch ihn geschaffen worden,

und doch erkannte sie ihn nicht.

11 Er kam in seine eigene Schöpfung,

doch seine Geschöpfe, die Menschen, wiesen ihn ab.

 

Jesus, das Licht, leuchtet seit Anbeginn der Zeit für alle Menschen, aber nicht alle Menschen profitieren davon.

Aber ganz unabhängig davon, ob die Menschen das Licht annehmen, schätzen, ihm dankbar sind oder total ablehnen, das Licht der Welt scheint. Mt 5,45: ... er lässt seine Sonne scheinen auf böse Menschen wie auf gute, und er lässt es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten.

 

So lange es diese Welt geben wird, wird auch das Licht in ihr sein. Es muss scheinen, weil diese Welt dunkel ist. ð Verloren.

Weil das so ist, darum ist das Licht der Welt, in diese Welt gekommen um uns Menschen den Weg zu weisen.

Simeon: Lk 2,30-32

Mit eigenen Augen habe ich es gesehen:

Du hast dein rettendes Werk begonnen, und alle Welt wird es erfahren.

Allen Völkern sendest du das Licht, und dein Volk Israel bringst du zu Ehren.

 

Jesus ist das Licht für die Menschen, die in der Dunkelheit dieser Welt leben. Deshalb tun sich viele Menschen, denen es gut geht so schwer mit dem Glauben. (Aufbrüche in Entwicklungsländern... Stagnation im „Westen“)

Aber auch bei uns gibt es viel Dunkelheit. Die wird überdeckt mit „künstlichem“ Licht. (Esoterik, Medikamente...)

Aber die, die wissen, dass sie in Dunkelheit leben, sind offen für die Botschaft Jesu, dass er das Licht ist.

Sicher kein Zufall, dass Jesus diesen Satz unmittelbar nach der Begegnung mit der Ehebrecherin sagt. Sie wusste, dass sie ein Licht, Orientierung und Hilfe braucht. Für sie hat buchstäblich ein neues Leben begonnen.

 

 

Der zweite Satz in diesem Vers entscheidet darüber, ob ich vom Licht der Welt profitiere, oder nicht: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.«

 

Nachfolge

Man kann Nachfolge mit dem einfachen Kinderlied beschreiben: Ich gehe mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir.

So einfach und Grundlegend ist das.

 

Es gibt 2 Arten von Christen: Bekehrte (Sesselwärmer) & Nachfolger

Bekehrte haben Jesus kennen gelernt und in ihr Herz gelassen, besuchen Godi/HK...

haben schon einmal ein Alphakurs, DIENST Seminar gemacht...

und warten darauf in den Himmel zu kommen.

 

Manchmal von einer Konferenz/Evert zum nächsten.

Schaut sehr fromm aus.

Aber sie wachsen nicht.

 

Im Idealfall: Christsein = Schön & erbaulich

Manche betrachten ihre hausgemachten Probleme als Versuchung/Prüfung...

Sie wissen wovon sie errettet sind, aber nicht wofür.

 

 

Es gibt aber nicht nur Bekehrte, es gibt auch Nachfolger / Jünger!

Ein Jünger zeichnet sich durch die Bereitschaft zu wachsen aus.

Biologisches Wachstum geschieht von selbst, aber für geistliches W. muss ich bereit sein.

 

Nachfolge hat viel mit Charakterschulung zu tun.

Es ist wie in eine Lehre/Schule eintreten.

Petrus war nicht gleich Menschenfischer, aber die Richtung stimmte.

Wachstum

Blickrichtung Gottes für Petrus: Menschenfischer

Für dich: Du bist wertvoll, begabt, Plan für dein Leben

 

Nachfolge = aus Gottes (Vogel)Perspektive das Leben sehen.

Das schlägt sich auch in meiner Prioritätenliste nieder.

Ganz oben steht dann nicht mehr: Karriere, Geld, Gesundheit, Auto, Urlaub, Haus, Familie...

Sondern: Jesus ähnlicher werden, liebe lernen, Gaben entdecken und einsetzen, an meinem Charakter arbeiten, Frucht bringen, echte Gemeinschaft mit Gott und anderen Christen erleben, Reich Gottes bauen...

 

Natürlich darf und soll ich auf meine Gesundheit achten, mich beruflich weiter entwickeln, Geld verdienen, ein Auto fahren / ein Haus bewohnen, mich um das Glück in der Familie bemühen... aber das ist nicht das Wichtigste im Leben!

 

Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben

 

 

Und jetzt kommt eines der revolutionärsten Aussagen der Bibel: die Bezeichnung „Licht der Welt“ bezieht Jesus nicht nur auf sich: in Mt 5,14 sagt Jesus zu seinen Jüngern (Nachfolgern), also zu uns: Ihr seid das Licht der Welt.

 

Diesen Majestätischen Titel gibt er an uns weiter. Er sagt nicht ihr sollt es sein, sonder ihr seid das Licht der Welt.

Das kann nur funktionieren, wenn er, das Licht der Welt, in uns lebt und immer mehr sichtbar wird. Das Kennzeichen eines echten Nachfolgers.

Er scheint dann durch dich und wird in deinem Leben sichtbar. Auf diese Art wirst du ganz natürlich zu einem Licht für die Menschen, die um dich herum erkannt haben, dass sie in Dunkelheit leben und ein Licht brauchen.

Dann erkennst du nicht nur wovon du errettet bist, sondern wofür.

 

Lass dein Licht leuchten, stell es nicht unter den Scheffel.

Natürlich werden dann auch Dinge sichtbar, die man nicht so gerne sieht. Im schummrigen Kerzenlicht kann man manche unschöne Seite kaschieren. Aber nur, weil man etwas nicht/schlecht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist.

Und natürlich ist es auch eine Tatsache, dass je heller das Licht ist, desto mehr Schatte zeichnen sich ab. Es wird immer Menschen geben, die sich daran stoßen werden, wenn du dein Licht leuchten lässt.

Es gibt Motten und Kakerlaken...

 

 

Jesus ist das Licht der Welt.

Wenn er auch dein Licht ist, lass ihn leuchten!

 

 

 
Ich bin der Weinstock Drucken

 

Wein ist in der Bibel ein Symbol für Freude (Joh 2), geistliche Kräfte und Gaben, aber auch für Gericht.

Im AT bezeichnet Gott das Volk Israel als Weinstock, den er anlegte um die Welt damit zu segnen. (Jes 5, Ps 80...)

 

Jesus greift dieses Bild in einer seiner letzten Reden an seine Jünger auf:

 

Joh 15 Jesus ist der wahre Weinstock

1 »Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer. 

2 Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt; aber die fruchttragenden Reben reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringen. 

3 Ihr seid schon rein geworden durch das Wort, das ich euch verkündet habe. 

4 Bleibt mit mir vereint, dann werde auch ich mit euch vereint bleiben. Nur wenn ihr mit mir vereint bleibt, könnt ihr Frucht bringen, genauso wie eine Rebe nur Frucht bringen kann, wenn sie am Weinstock bleibt. 

5 Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. 

6 Wer nicht mit mir vereint bleibt, wird wie eine abgeschnittene Rebe fortgeworfen und vertrocknet. Solche Reben werden gesammelt und ins Feuer geworfen, wo sie verbrennen. 

7 Wenn ihr mit mir vereint bleibt und meine Worte in euch lebendig sind, könnt ihr den Vater um alles bitten, was ihr wollt, und ihr werdet es bekommen. 

8 Die Herrlichkeit* meines Vaters wird ja dadurch sichtbar, daß ihr reiche Frucht bringt und euch so als meine Jünger* erweist. 

9 So wie der Vater mich liebt, habe ich euch meine Liebe erwiesen. Bleibt in dieser Liebe! 

10 Wenn ihr meine Gebote befolgt, dann bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich die Gebote meines Vaters befolgt habe und in seiner Liebe bleibe. 

11 Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und an eurer Freude nichts mehr fehlt. 

12 Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe. 

13 Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert. 

14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt.

15 Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn ein Diener weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr nenne ich euch Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe.

16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu bestimmt, reiche Frucht zu bringen, Frucht, die Bestand hat. Darum gilt auch: Alles, was ihr vom Vater in meinem Namen, unter Berufung auf mich, erbittet, wird er euch geben. 

17 Dieses eine Gebot gebe ich euch: Ihr sollt einander lieben!« 

 

 

Jesu Vermächtnis an seine engsten Begleiter.

Sehr einprägsames Bild vom Weinstock und den Reben.

Alles Wichtige noch einmal in konzentrierter Form. (Feste Speise)

 

Er führt uns darin unsere zentrale Berufung vor Augen: Joh 15,8

Die Herrlichkeit meines Vaters wird ja dadurch sichtbar, dass ihr reiche Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist.

Er zeigt uns was wir tun sollen um diese Berufung zu erreichen: Joh 15,12

Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe.

Und er zeigt uns auch, in welcher Beziehung wir zu ihm stehen: Joh 15,15

Ich nenne euch nicht mehr Diener; ... Vielmehr nenne ich euch Freunde;

 

Freundschaft ist der höchste Level einer Beziehung.

Es ist „leichter“ ein Diener zu sein, als ein echter Freund.

Du kannst dienen, ohne ein Freund zu sein, aber niemals umgekehrt!

Bsp.: Chef

 

Wir wollen, dass suchende Menschen aus unserer Region, durch das erleben von gesunden Beziehungen, Vertrauen zu Gott fassen und seine Freunde werden.

 

Gott möchte uns nicht als funktionierende Befehlsempfänger (Engel), sondern als Freunde.

 

Einzige Bedingung für die Freundschaft zu Gott: „Liebt einander!“

Test: Wie gehe ich mit Menschen um? Darin spiegelt sich mein Glaube.

Dieses Gebot der Liebe bringt uns in eine neue „Liga“.

Bei „normalen“ Geboten gibt es ein Limit/Norm, die ich erreichen muss um mich an das Gebot zu halten.

Bsp.: 70km/h

 

Wie viel muss ich lieben, damit ich meine Aufgabe erfüllt habe...? Mit dieser Frage oute ich mich als jemand, der noch nicht verstanden hat, was Liebe ist.

 

 

Jesus gebraucht hier das sehr anschauliche Bild vom Weinstock und den Reben um über die Frucht in unserem Leben zu sprechen:

Wie sieht „gute Frucht“ aus?

 

Zunächst ganz allgemein:

Was ist Frucht?

·        Nahrung für andere

·        Von kurzer Dauer (Kirschen), braucht seine Zeit;
ð Langfristige Perspektive

·        Voraussetzung für neues Leben (Same)

·        Bindeglied zur nächsten Generation

·        Im Überfluss vorhanden. (Jeder Kirschkern ein neuer Baum) Nur ein winziger Teil der Frucht findet Verwendung in der Fortpflanzung

 

Unsere Berufung = Frucht im Überfluss.

 

 

Wie sieht bei uns Frucht aus?

Ü Frucht ist Sichtbar gewordener Glaube

„An der Frucht werdet ihr sie erkennen

Welche Frucht? Was erkennen?

·        Gal 5,22

·        Eph 5,9: Lebt als Kinder des Lichts. Denn die Frucht des Lichts ist alle Art Gutes und Gerechtigkeit und Wahrheit.

 

All das lässt sich mit zwei Worten ausdrücken: Gutes tun.

Es geht nicht um Werksgerechtigkeit! Sondern um Frucht.

 

Tun ist viel wichtiger als Wissen. (Buchreligion)

Tim + Tit: Warnung vor „Schwätzern“ Ü Bsp:

1.Kor 13! Liebe = Entscheidung... zu Handeln!

 

 

Was sollen wir tun?

Es geht ja nicht darum einfach nur aktiv zu sein.

„Ich weiß nicht wohin ich fahre, aber Hauptsache ich bin schneller dort.“

Effektiv statt aktiv!

 

 

 

Was heißt „Gutes tun“ aus der Sicht Gottes?

Sind das Menschen, die durch meinen Dienst zu Gott gefunden haben?

Wo sind dann meine „Früchtchen“? ☺

 

Wenn wir schon beim Thema Evangelisation sind:

Ist es wirklich unsere Aufgabe Menschen zu Gott zu bringen?

Oder ist es nicht viel mehr so, dass Gott durch uns zu den Menschen kommen will?

 

Gott kommt zu den Menschen!

Gott wird erlebbar, für dich und mich lebendig!

 

Die Gemeinde Jesu ist der Ort, an dem Gott Menschen begegnet.

Frage an einen Pastor: „Wo ist deine Gemeinde?“

 

Gott will auch heute durch dich und mich deinem Nächsten begegnen! (Freiwillige Selbstbeschränkung)

Wir sind Botschafter Gottes!

 

„Wo hat Gott mich hingestellt?“

= eine Frage der pers. Berufung.

 

Zu Hause/Arbeitsplatz/Schule/Verein/Nachbarschaft...

 

Das Wo beeinflusst mein Wie, aber nicht mein Was!

Die Botschaft ist die gleiche, der Stil muss der Zielgruppe angepasst werden.

Botschaft = nicht Bekehre dich!

         = Gott liebt dich, deshalb liebe ich dich auch! (in der Tat)

Dass Gott zu den Menschen kommt, ist nicht unsere Leistung!

Unsere Aufgabe ist es nur in ihm zu bleiben.

 

Die Rebe bringt Frucht, weil sie am Weinstock hängt.

Wir bringen Frucht, wenn wir in IHM bleiben.

In ihm sein (Echt ganz sein) = Beziehung pflegen...

 

JC sagt alleine in diesem Bibelabschnitt drei Wesensaussagen über uns;

3x sagt er: Ihr seid...

 

 

1.   Ihr seid rein

V 3: Ihr seid schon rein, durch das Wort, das ich zu euch geredet habe.

 

Reinheit = Voraussetzung um überhaupt in Gottes Nähe kommen zu können.

ð Jes 6

 

Bsp.: Nach einer Woche Missionseinsatz im Busch endlich duschen können...

Wir leben in einer schmutzigen Welt.

Auch in uns: schlechte Gedanken, Neid, Missgunst, Habgier, Misstrauen...

Geistliche Reinigung = Ebenso eine Wohltat.

ð V 3: Reinigung durch das Wort, das JC redet.

 

Bsp: Bibellesen für „alte Hasen“ ist wie ein Weidenkorb, der ins Wasser getaucht wird. Scheinbar sinnloses Wasserschöpfen führt dazu, dass der Korb immer sauberer wird.

 

Bibellesen und auf Gottes Stimme hören = geistliche Dusche.

Es reinigt unseren Geist.

Sündenerkenntnis und Vergebung.

Ausrichtung auf Gottes Perspektive

 

Wir können uns nicht dagegen wehren, dass wir geprägt werden, aber wir können uns aussuchen, wer uns prägt.

 

Prägung durch den Vater.

Unser Denken wird erneuert.

 

Ergebnis: Wir werden „sauber“. Saubere Kinder Gottes spiegeln seine Herrlichkeit wieder!

 

 

2.   Ihr seid Reben

V 5: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.

 

Weinpflanze besteht aus Stock (mit Wurzel), Blättern und Reben.

Jedes hat seine Aufgabe.

Der Grund, warum ein Bauer einen Weingarten pflanzt, sind die Reben.

JC: Wir sind dazu bestimmt, Frucht zu bringen.

Nicht wenn es sich leicht ausgeht, so nebenbei wäre es toll, wenn ein „Früchtchen“ dabei herauskommt...

 

Es ist unsere Bestimmung reiche Frucht zu bringen.

Dazu muss er uns beschneiden. (tut weh)

Geringes Vertrauen, Egoismus, Charakterschwächen...

Nicht weil Gott uns etwas nicht gönnt, sondern damit unser Leben noch fruchtbarer wird.

 

Interessant, dass JC hier eine Verbindung zu unserem mehr oder weniger erfolgreichem Gebetsleben zieht.

Um Frucht zu bringen müssen wir eng mit ihm verbunden bleiben: Joh 15,7

Wenn ihr mit mir vereint bleibt und meine Worte in euch lebendig sind, könnt ihr den Vater um alles bitten, was ihr wollt, und ihr werdet es bekommen.

 

Mit „bitten was ihr wollt“ ist bestimmt nicht gemeint: „Ich will einen Porsche...“

Sehr wohl aber: „Herr, heile du XY“, oder „Gieß aus deinen Geist“, „Lass Zeichen und Wunder geschehen“, „gib uns Vollmacht dein Wort so zu verkündigen, dass Menschen berührt und verändert werden“...

 

 

3.   Ihr seid meine Freunde

V 14: Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt.

 

Einziger „Zustand“, den JC bei uns sieht, der an einen Bedingung geknüpft ist:

... wenn ihr mein Gebot befolgt.

 

Das Gebot von dem JC hier spricht: Joh 15,12

Dies ist mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe.

 

Noch nicht einmal von Feindesliebe die Rede.

Trotzdem spüren wir die Herausforderung im Nebensatz: ... so, wie ich euch geliebt habe.

Da schließt sich der Kreis wieder. Das können wir nur, wenn wir ganz eng mit ihm verbunden sind.

 

Gott ist traurig, wenn er sieht, was Menschen einander antun. Krieg, Mord und Gewaltverbrechen sind ja nur die Spitze des Eisbergs an Lieblosigkeit, die in der Welt vorherrscht.

 

Aber noch viel trauriger ist er glaube ich über Christen, die schlecht übereinander reden, wo Neid und Gehässigkeiten vorkommen, wo man einander den Glauben abspricht, weil man in einem Punkt eine andere Lehrmeinung hat, wo es Spaltungen und Parteiungen gibt...

Lieblosigkeit unter Christen ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Das muss aufhören!

Auch wenn unsere Gemeinde in diesem Punkt relativ gesund ist, müssen wir doch wachsam sein.

 

 

1.Joh 4,20

Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder hasst, dann lügt er. Wenn er seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben.

 

Freund Jesu sein und gleichzeitig mit anderen Christen im Clinch zu liegen schließt sich aus.

Das heißt nicht, dass wir Konflikten ausweichen sollen. Aber wenn beide Parteien willig sind, gibt es für jeden Konflikt eine Lösung mit der beide leben können.

Bsp.: Zwei Mitarbeiterinnen von Jerry Cook.

 

 

Aber wenn wir einander lieben (= so verhalten, wie es das Beste für den anderen ist), brauchen wir uns möglicherweise gar keine Gedanken darüber zu machen, wie wir Menschen für Gott interessieren und begeistern können.

Menschen sind wie Motten, sie werden vom Licht angezogen.

 

Wir wollen, dass suchende Menschen aus unserer Region,

durch das Erleben von gesunden Beziehungen,

Vertrauen zu Gott fassen und seine Freunde werden!

 

Gesündere Beziehungen, als wenn wir einander so lieben, wie JC uns liebt gibt es nicht.

 

Joh 13,35

An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.

 

 

=> Reiche Frucht: Leben im Überfluss, für uns und für unseren Nächsten.

 

 
Ich bin der gute Hirte Drucken

Joh 10,1-16

 

GD 14.4.13

 

 

Schafe sind ja nicht gerade die intelligentesten Tiere. Aber sie sind hervorragende Nutztiere. Sie liefern Wolle, Milch und Fleisch. (lebendiger Kühlschrank) Zu biblischen Zeiten, so auch zur Zeit Jesu gab es riesengroße Schafherden in Israel. (Kostbarster Besitz der Erzväter ð Nomaden)

Heute: Funktion als Rasenmäher.

 

Allerdings sind domestizierte Schafe sehr schutzbedürftig und größere Herden brauchen die Leitung eines Hirten um genug Futter zu finden. Daher wird in der Bibel das Schaf oft als Bild für den Menschen gebraucht, der Leitung, Schutz und Pflege braucht. Ein Schaf, das sich selber überlassen wird, geht verloren. Auch dieses Bild vom verlorenen Schaf (Menschen) taucht immer wieder in der HS auf. So geht z.B. in Hes 34, Gott mit den führenden Männern Israels hart ins Gericht, weil sie ihre Aufgabe, sich um die „Schafe“ Israels zu kümmern nicht erfüllt haben:

2 ...'So spricht der Herr, der mächtige Gott: Weh euch! Ihr seid die Hirten meines Volkes; aber anstatt für die Herde zu sorgen, habt ihr nur an euch selbst gedacht.

3 Die Milch der Schafe habt ihr getrunken, aus ihrer Wolle habt ihr euch Kleider gemacht, und die besten Tiere habt ihr geschlachtet. Aber für einen guten Weideplatz habt ihr nicht gesorgt.

5 Weil meine Schafe keinen Hirten hatten, verliefen sie sich und fielen den Raubtieren zur Beute.

6 Sie irrten überall umher, auf Bergen und Hügeln, denn niemand war da, der sie suchte, niemand, der sich um sie kümmerte.

7 Darum, ihr Hirten, hört, was der HERR, sagt:

8 So gewiss ich lebe, der Herr, der mächtige Gott: Ich schaue nicht mehr länger zu!

11 ... Ich selbst will jetzt nach meinen Schafen sehen und mich um sie kümmern.

 

Es ist sicherlich kein Zufall, dass der größte König, den Israel jemals hatte (David), Hirte war.

An dem Bedürfnis der Menschen nach Schutz, und Wegweisung hat sich bis heute nichts geändert. Die Aufgabe eines Politikers ist es Entscheidungen zum Wohl der Allgemeinheit zu treffen. Da viele unserer Politiker heute es nicht besser machen als die führenden Männer zur Zeit des Hesekiel, sehn wir, dass wir auch heute noch die Zusage Gottes (V11) brauchen.

 

Jesus gebrauchte eine ganze Reihe von „Ich bin Worten“ um zu sagen, dass er die Lösung für die wesentlichen Herausforderungen unseres Lebens ist. Er war zwar kein Politiker im engeren Sinn, (obwohl die Menschen zu seiner Zeit ihn gerne als starken König gesehen hätten) aber mit dem Wort, das wir uns heute näher ansehen wollen: „Ich bin der gute Hirte“, sagt er, dass es absolut lohnenswert ist, Teil seiner „Herde“ zu sein.

 

Joh 10,1-16

 

1 Jesus sagte: »Amen, ich versichere euch: Wer den Schafstall nicht durch die Tür betritt, sondern auf einem anderen Weg eindringt, ist ein Räuber und ein Dieb.

2 Der Schafhirt geht durch die Tür hinein; 3 der Wächter am Eingang öffnet ihm. Die Schafe erkennen seine Stimme; er ruft die, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie ins Freie. 4 Wenn sie alle draußen sind, geht er vor ihnen her, und sie folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.

5 Einem anderen Menschen werden sie niemals folgen. Im Gegenteil: sie werden vor ihm davonlaufen, weil sie seine Stimme nicht kennen.«

6 Dieses Gleichnis erzählte Jesus, aber seine Zuhörer verstanden nicht, was er ihnen damit sagen wollte.

7 Darum begann Jesus noch einmal: »Amen, ich versichere euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. 8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Räuber und Diebe, doch die Schafe haben nicht auf sie gehört.

9 Ich bin die Tür für die Schafe. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet. Er wird ein- und ausgehen und Weideland finden. 10 Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen, zu schlachten und ins Verderben zu stürzen. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.«

11 »Ich bin der gute Hirt. Ein guter Hirt ist bereit, für seine Schafe zu sterben.

12 Einer, dem die Schafe nicht selbst gehören, ist kein richtiger Hirt. Darum lässt er sie im Stich, wenn er den Wolf kommen sieht, und läuft davon. Dann stürzt sich der Wolf auf die Schafe und jagt die Herde auseinander. 13 Wer die Schafe nur gegen Lohn hütet, läuft davon; denn die Schafe sind ihm gleichgültig.

14 Ich bin der gute Hirt. Ich kenne meine Schafe, und sie kennen mich, 15 so wie der Vater mich kennt und ich ihn kenne. Ich bin bereit, für sie zu sterben.

16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht zu diesem Schafstall gehören; auch die muss ich herbeibringen. Sie werden auf meine Stimme hören, und alle werden in einer Herde unter einem Hirten vereint sein.

 

Genau genommen haben wir hier 2 „Ich bin Worte“. Zum einen sagt JC: Ich bin die Tür, zum anderen: „Ich bin der gute Hirte“.

Und wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass Jesus zwei unterschiedliche Adressaten im Auge hatte, als er das alles sagte.

 

Jesus, die Tür

 

Zunächst wendet er sich an die Pharisäer, die versuchten durch einen frommen Lebenswandel Hirten für das Volk Israel zu sein.

Jesus geht mit ihnen hart ins Gericht.

8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Räuber und Diebe, doch die Schafe haben nicht auf sie gehört.

 

Damit meint er nicht die AT Propheten, sie haben ja „im Geist Christi“ geredet und sind somit „durch die Tür“ gegangen, sondern eben die Pharisäer & Schriftgelehrte Ü Die frömmsten der Frommen; gut gemeint.

Aber aus eigenem Antrieb, selbstgerecht.

 

Auch wir wollen Gott dienen und wir wollen Menschen mit dem Evangelium erreichen. Wir wünschen uns mehr zu werden, dass Menschen zum Glauben kommen.

Welche Motive treiben uns?

 

Prophetie: „Ich habe ein großes Volk im MV“

Wenn ich nicht „durch Jesus“ (getrieben von seiner Liebe für die Menschen) zu den Menschen gehe, muss ich durchs „Fenster“ steigen Ü Dieb!

Warum sollen Menschen zu uns in den Godi... kommen?

 

Geht es mir um „meine“ Gemeinde, oder um „seine“?

Wenn Jesus die Tür zu den Schafen ist, bedeutet das, dass er eben diese Tür zu den neue Menschen, die wir erreichen wollen ist.

Heißt das, dass wir ihn fragen müssen wann wir welchen Menschen auf welche Weise das Evangelium weiter geben sollen? Sollen wir nicht, um es mit den Worten von Franz von Assisi zu sagen, allen Geschöpfen, überall, zu jeder Zeit das Evangelium predigen, wenn nötig sogar mit Worten?

Die Tatsache, dass Jesus die Tür ist, schränkt den Missionsbefehl ja nicht ein, er konkretisiert ihn nur.

Wir sollen die Menschen, die wir erreichen möchten nicht als „Missionsopfer“ sehen, sondern durch die liebenden Augen Jesu. Er ist das Haupt der Gemeinde. Wenn wir Menschen in seinem Geist und mit seiner Haltung begegnen, werden unserer evangelistischen Bemühungen weit erfolgreicher sein.

Seit wir beispielsweise im Trafotreff angefangen haben regelmäßig für bestimmte Personen zu beten, können wir nur staunen, was Gott tut. Dinge, die wir niemals selber so geschafft hätten.

Er ist die Tür!

 

Jesus, der gute Hirte

 

Jesus ist aber nicht nur die Tür zu den Schafen, er ist auch die Tür für die Schafe, durch den die Schafe gutes Weideland finden und er ist der gute Hirte, der uns all das gibt, was ein erfülltes Leben braucht.

 

Er ist die die Tür, das bedeutet auch, dass er seine Schafe vor Wind und Wetter, Raubtieren und Räubern schützt.

Eine Tür schließt einen Raum buchstäblich ab und macht ihn somit zu einem geschützten Raum. Etwas, das wir in der Gegenwart Jesu immer wieder erleben dürfen. Bei ihm sind wir sicher.

 

Jesus wendet sich somit an alle Menschen, die eingesehen haben, das sie „Schafe“ sind. Menschen, die wissen, dass sie Schutz, Orientierung und Hilfe brauchen. Wenn jemand vorgibt keine Hilfe zu brauchen, kann ihm auch nicht geholfen werden. (Männer auf der Suche nach dem Weg, Gott sei Dank gibt es Navis...)

Hilfsbedürftigkeit zuzugeben setzt Demut voraus. Jak 4,6

»Gott widersetzt sich den Überheblichen, aber denen, die gering von sich denken, wendet er seine Liebe zu.«

 

Die Beziehung zu Gott beginnt damit, dass ich ihn als meinen Retter annehme, sie gestaltet sich tagtäglich, indem wir in Abhängigkeit zu ihm leben und sie findet ihren Höhepunkt darin, dass wir ihn als unseren König und Herrn feiern.

 

Jesus spricht davon, dass wenn wir ihm vertrauen und Teil seiner Herde sind, wir genug Nahrung finden. Vor allem für unser geistliches Leben. (letzte Predigt!)

 

 

Wie gesagt war der große König David Zeit seines Lebens Hirte, zunächst hütete er die Schafe seines biologischen Vaters. 1.Sam 17,34-35

»Mein König«, sagte David, »als ich die Schafe meines Vaters hütete, kam es vor, dass ein Löwe oder Bär sich ein Tier von der Herde holen wollte.

35 Dann lief ich ihm nach, schlug auf ihn ein und rettete das Opfer aus seinem Rachen. Wenn er sich wehrte und mich angriff, packte ich ihn an der Mähne und schlug ihn tot.

 

Als er dann König war, hütete er die „Schafe“ seines himmlischen Vaters, das Volk Israel.

Das Geheimnis, warum er ein guter Hirte der ihm anvertrauten Herde war, ist dass er sich selbst dem besten aller Hirten anvertraute.

Texte wie der Psalm 23 zeugen von diesem tiefen Vertrauen, dass David in Gott hatte:

Der HERR ist mein Hirte, darum leide ich keine Not.

2 Er bringt mich auf saftige Weiden,

lässt mich ruhen am frischen Wasser

3 und gibt mir neue Kraft.

Auf sicheren Wegen leitet er mich,

dafür bürgt er mit seinem Namen.

4 Und muss ich auch durchs finstere Tal - ich fürchte kein Unheil!

Du, HERR, bist ja bei mir;

du schützt mich und führst mich, das macht mir Mut.

5 Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch;

als Gast nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll.

6 Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag;

in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.

 

 

Menschliches Lebensmotto: „Für mich selbst!“ (Jeder denkt an sich...)

Lebensmotto des guten Hirten: „Für die Schafe“

Ü Du bist mir wichtiger als mein eigenes Leben = Agape!

 

Jesus hat seine göttliche Herrlichkeit aufgegeben, er ist in den Schmutz dieser Welt gekommen, nicht nur um sein Mitgefühl zu zeigen,

sondern um uns auf „saftige Wiesen“ zu führen.

 

Das „Schaf“ muss nur 2 Dinge tun:

ð  Vertrauen

ð  Folgen (Stimme des Hirten kennen)

 

 

Jesus ist der gute Hirte, glücklich ist der Mensch, der in seiner Herde ist.

 

 

 
Ich bin die Auferstehung Drucken

 

Der Chef fragt den Angestellten: "Glauben Sie an die Auferstehung?"

Dieser antwortet verdutzt: "Ja." Chef:

"Das erklärt alles. Kurz nachdem Sie gestern zur Beerdigung Ihres Vaters gegangen waren, ist er gekommen und hat nach Ihnen gefragt!"

 

 

Die Karwoche beginnt, Ostern steht vor der Tür. Es ist die Zeit, in der man sich eigentlich Gedanken über den Tod, und was danach noch kommt macht.

Nicht nur bei Beerdigungen!

 

Die Frage nach dem (eigenen) Tod ist eine unangenehme, aber eine unausweichliche. Der Tod ist ein fixer Bestandteil des Lebens in dieser gefallenen Schöpfung.

Und die Frage, was passiert mit mir nach dem Tod, ist vermutlich so alt, wie die Menschheit selber.

 

 

Predigtserie über die „Ich bin Worte“ Jesu.

Er knüpft dabei an das AT JHWH an und verbindet diese „Formel“ mit einem Bildwort.

Bilder, die die Sehnsucht nach Sinn und Erfüllung ausdrücken, wie z.B.: Brot (letzte Predigt von mir)

Auch diese ultimative Frage, nach dem Tod, beantwortet er mit dem Satz: Joh 11,25: Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Er sagt diesen Satz einer Frau, die gerade ihren Bruder verloren hat.

 

Joh 11,1-44

 

Eine sehr bekannte, aber auch sehr bewegende Geschichte, durch die wir viel von Jesus, für unser Leben nach - und vor allem vor dem Tod lernen können.

 

 

Ich möchte mit 4 Beobachtungen beginnen und dann aufzeigen, was genau wir von Jesus lernen können.

 

 

 

 

1. Der drohende Tod versetzt JC nicht in Panik.

 

Bsp: Buch von Melanie Schmidt (Gekämpft, gefallen, gesiegt)

Was würdest du tun, wenn du wie JC die Gabe hättest zu heilen und jemand, den du liebst ist todkrank?

Jesus eilte nicht zu Lazarus.

 

Er verfällt nicht in Angst und Panik um „das Schlimmste“ zu verhindern, weil ganz offensichtlich für ihn der Tod nicht das Schlimmste ist, das einem Menschen passieren kann.

 

 

2. Jesus vergleicht den Tod mit Schlaf.

Tochter des Jairus Mk 5,39

Er ging ins Haus und sagte: »Was soll der Lärm? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot - es schläft nur.«

 

Der Tod als Zustand, aus dem man jederzeit geweckt werden kann.

Für JC ist der Tod nicht das Letzte, das Endgültige (Endstation Zentralfriedhof), sondern ein vorübergehender Seins Zustand.

Martha wusste zwar bereits von der Auferstehung der Toten: Joh 11,24

... »er wird auferstehen, wenn alle Toten lebendig werden, am letzten Tag.«

Aber dieses Wissen war für Martha in dieser Situation nur ein schwacher Trost.

Erst als Jesus ihr (und allen anderen) demonstrierte, dass er Menschen jederzeit aus dem Tod auferwecken kann, schlug ihre Trauer in Freude und vermutlich Lobpreis um.

 

 

3. Jesus zeigt Gefühle.

Zornig:

Passt irgendwie nicht in unser Bild vom „lieben Jesus“.

Tempelreinigung

Tief bewegt (HfA); sehr erregt (GN); wurde erschüttert (Elb):

Blut kocht über, Eingeweide drehen sich um...

Er weinte:

Er als Mann???

Er war der Mann, den sich alle Frauen auf dieser Welt wünschen würden. Hart und weich zugleich.

Voller Tatendrang mit einem konkreten Ziel, ohne über die Mensch drüber zu fahren. Seinen Gegnern lieferte er sich harte Wortgefechte aber gleichzeitig war er voller Erbarmen und Liebe für alle Menschen. Er ließ seine Gefühle zu, wurde aber nicht gesteuert von ihnen.

Er war so, wie Gott sich einen Mann gedacht hatte.

 

Wissenschaftlich denkenden Menschen versuchen JC auf sein Menschsein zu reduzieren.

Religiöse Menschen versuchen ihn göttlich zu verklären.

Beide Ansätze werden ihn nicht gerecht.

Jesus war und ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Beides 100%!

 

Was war die Ursache für diese Gefühlsäußerungen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er den Tod des Lazarus beweinte, weil er ja schon vorher wusste, dass er ihn auferwecken wird.

Vorwürfe der Schwestern? „Du warst nicht da, als wir dich am dringendsten gebraucht hätten“

Kleinglaube?

Am ehesten: Zornig auf den Tod, weil er so viel Leid in diese Welt bringt.

Der Tod, der Schmerz, das Leid... kommen nicht von Gott. Waren von ihm am Anfang der Schöpfung nicht vorgesehen.

Resultat der Sünde

 

Mitgefühl: Gott liebt uns so sehr, dass er auch den tiefsten Schmerz mit uns teilt. Nichts menschliches ist ihm fremd.

In diesem da sein im tiefsten Schmerz gibt er uns neue Hoffnung und Perspektive:

 

 

4. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“

 

Im Nachsatz: Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt,

und wer lebt und sich auf mich verlässt, (wörtlich wer an mich glaubt) wird niemals sterben...; macht Jesus deutlich, dass es zwei Arten von Leben gibt: Irdisches und geistliches Leben.

Das irdische Leben ist in jedem Fall vergänglich. Entscheidend für die Ewigkeit ist aber das geistliche Leben.

Das ewige Leben beginnt nicht mit unserem leiblichen Tod, sondern jetzt, mitten in diesem irdischen Dasein, wenn wir – wie es die Bibel nennt – von neuem geboren werden.

Der Mensch auf dieser Erde ist grundsätzlich von Gott getrennt, also geistlich gesehen tot!

Das geistliche (neue, ewige) Leben können wir uns nicht erarbeiten, sondern müssen es uns schenken lassen. Wir bekommen es geschenkt, wenn wir Jesus vertrauen.

Und dieses geistliche Leben, wenn es einmal angefangen hat, wirkt sich immer mehr auf unser irdisches Leben aus. Ich bin die Auferstehung und DAS Leben. Mit anderen Worten, ohne geistliches Leben ist das irdische Leben bestenfalls ein warten auf den Tod, der früher oder später eintritt. Aber wenn ich das geistliche Leben, das von Gott kommt in mir habe, dann habe ich nicht nur eine Perspektive, die über den Tod hinausgeht, ich habe dann eine Qualität des Lebens erreicht, die ein Mensch, der geistlich noch nicht lebt bestenfalls erahnen kann.

 

Dieses neue Leben bringt mich zu meiner eigentlichen Bestimmung zurück. Am Höhepunkt der Schöpfung sagte Gott: 1.Mose 1,26

»Nun wollen wir Menschen machen,

ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist!«

 

Gott sehnt sich nach Gemeinschaft, nach Beziehung. Wir Menschen sind vor allem Beziehungswesen. Ohne Beziehungen verkümmern wir. (Tom Hanks in „Verschollen“)

Unsere ureigenste Bestimmung ist es in einer Beziehung zu unserem Schöpfer zu leben. So lange wir diese Beziehung noch nicht haben, leben wir noch nicht das Leben, von dem Jesus hier spricht.

 

 

 

Was können wir auf Grund dieser Beobachtungen von JC lernen?

 

1. Der leibliche Tod ist nicht das Schlimmste, das uns passieren kann. Natürlich wollen wir alle, so lange und so gesund wie möglich auf dieser Erde leben. Aber ob ich 100 Jahre alt werde, oder vielleicht nur 20, 30, oder 50, ob ich kraftstrotzend und vital bis ins hohe Alter bin, oder mich vielleicht mit einer Behinderung durchs Leben kämpfe, ob ich im Westen lebe, wo ich im Fall des Falles in spätestens 20min im nächsten Krankenhaus bin, oder irgendwo im Busch lebe, wo viele heilbare Krankheiten tödlich enden, ist aus der Perspektive der Ewigkeit zwar nicht unwichtig, aber zweitrangig.

Mose betete: Ps 90,12

Lass uns erkennen, wie kurz unser Leben ist,

damit wir zur Einsicht kommen!

 

2. Der leibliche Tod ist nicht das Letzte das uns passieren wird.

Wie gesagt: JC vergleicht den Tod mit Schlaf.

Alle Menschen werden auferstehen, die einen zum Gericht, die anderen zum Leben.

Der Tod ist somit nichts weiter als die „Deadline“ an der sich entscheidet, zu welcher der beiden Gruppen du einmal gehören wirst.

 

3. Der leibliche Tod eines Angehörigen oder Freundes ist schmerzhaft, aber Gott ist in all dem Schmerz mit dabei.

Er kennt die Erfahrung des Todes wie kein anderer. Er ist der, der wirklich trösten, den Schmerz heilen und eine neue Hoffnung geben kann.

Er hat versprochen, dass eine Zeit kommen wird, in der es keinen Schmerz, auch keine Krankheit und vor allem keinen Tod mehr geben wird.

 

4. Der leibliche Tod ist für die Gläubigen ein Übergang, durch den wir das sehen dürfen, was wir vor dem Tod geglaubt haben.

Unsere Beziehung zu Gott, die schon vor dem Tod angefangen hat kommt zur Vollendung.

1.Kor 13,12

Jetzt sehen wir nur ein unklares Bild wie in einem trüben Spiegel;

dann aber schauen wir Gott von Angesicht.

Jetzt kennen wir Gott nur unvollkommen;

dann aber werden wir Gott völlig kennen, so wie er uns jetzt schon kennt.

 

 

 

Unser Gebet und unser Eindruck: Dass noch viele der Einladung Jesu zu diesem geistlichen, ewigen Leben folgen werden.

Sei darauf vorbereitet Menschen zu helfen von neuem geboren zu werden.

 

 
Ich bin das Brot des Lebens Drucken

 

Ein Knabe weint. Endlich kommt ein alter Herr und meint:
"Warum weinst du?" Der Bub zum Herrn:
"Mir haben zwei Kerle das Schulbrot in den Bach geschmissen."
"War es mit Absicht?" fragt der Herr.
"Nein mit Wurst und Käse!!"

 

 

Brot = Grundnahrungsmittel

Jeden Tag Palatschinken?

 

Fast das ganze Kap 6 im Jh. Evangelium dreht sich um das Thema Brot.

 

Zunächst vermehrt er 5 Brote und 2 Fische so, dass 5000 Menschen satt werden und sogar noch 12 Körbe übrig blieben.

Am nächsten Tag spricht Jesus das erste mal eines seiner berühmten „Ich bin Worte“: Ich bin das Brot des Lebens. (V35.48.51)

 

Predigtserie über die „Ich bin Worte“

1. Teil: JHWH

Auf ihn kann ich mich verlassen.

Wir als seine Kinder werden immer mehr so, wie er ist.

 

In JC wird Gottes Liebe angreifbar.

Er greift die AT Formulierung auf (die ja zu seiner Zeit eigentlich nicht mehr ausgesprochen wurde) und füllt sie mit Inhalt.

 

Zum Einen stellt er sich selbst als der im AT verheißene Retter vor. (vgl. Jes 41,4.10.13; 48,12; 51,12 usw.)

Zum Anderen verbindet er dieses „Ich bin“ mit einem Bildwort. Bilder, die die Sehnsucht nach Sinn und Erfüllung ausdrücken, wie z.B.: Brot (Lebenserhaltung), Licht (für Orientierung), Weinstock (für Freude) usw.

Alles, was unter diesen Sinnbildern von der Menschheit ersehnt und erstrebt wird, ist in Jesus - und nur in ihm - zu finden und will sich den Menschen schenken, die dieses Angebot im Glauben annehmen.

 

Jesus sagt in den „Ich bin“ Worten etwas Wesentlich, etwas Grundsätzliches und auch etwas Absolutes über sich selbst aus.

 

 

Das erste „Ich bin Wort“ finden wir wie gesagt in Joh 6, wir lesen die V 47-58

 

Ein herausfordernder Text. Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, dass ihn nach dieser Rede einige von denen die ihm nachgefolgt sind verlassen haben. (V60+66)

Ich war auch schon versucht, nur die netten Bibelstellen aus diesem Text herauszupicken und den Rest heimlich zu „vergessen“. Aber so kann man mit Gottes Wort im Allgemeinen, und dem was Jesus gesagt hat im Besonderen nicht umgehen. Auch die „harten Wahrheiten“, die Gott uns zumutet, sind Seiten seiner Liebe zu uns.

 

Jesus spricht hier davon, dass das himmlische Brot sein Leib (Körper) ist. Und dass wir ihr essen und sein Blut trinken müssen um das wahre Leben zu haben.

Wie müssen wir uns das vorstellen? Wir sind doch keine Kannibalen!

Die Empörung seiner Zuhörer ist also gut nachvollziehbar.

Was meint also Jeus jetzt damit?

Buchstäblich scheidet für uns aus. Sein irdischer Körper ist nicht mehr da.

Wie müssen wir diese Worte Jesu dann verstehen?

 

Viele Theologen haben quer durch die Jahrhunderte viele schlaflose Nächte über diese Frage verbracht.

 

In der röm. kath. Kirche ist man auf die Transsubstantiationslehre gekommen:

 

Wikipedia:

Die römisch-katholische Kirche lehrt die Realpräsenz Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein in der Eucharistie. Indem der Priester, ... während des Hochgebetes die Einsetzungsworte „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ ausspricht (Konsekration), geschehe die geheimnisvolle Wandlung (Transsubstantiation) der Substanz von Brot und Wein in den wahren Leib und das wahre Blut Christi. In der konsekrierten Hostie sei Christus wahrhaft gegenwärtig und bleibe es auch nach der eigentlichen Opferfeier. Darum werden konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt und dienen zur Kommunion für die Kranken und Sterbenden (Wegzehrung) wie auch zur anbetenden Verehrung durch die Gläubigen.

 

 

Welche Frucht wächst daraus?

Wenn Jesus das so gemeint hätte, dann müsste die RKK anders aussehen, oder?

 

 

Ich glaube nicht, dass Jesus diese Worte gesagt hat, damit wir wieder einen Kult daraus machen sollen, ähnlich dem im AT. Und dass es nur einigen wenigen, besonders auserwählten Menschen (geweihte Priester) gestattet sein soll, über die Kraft, die von dieser besonderen Speise ausgeht zu verfügen.

 

Wie müssen wir diese Worte Jesus aber dann verstehen?

 

Obwohl Jesus es so drastisch formuliert ist es nur ein Bild.

Essen & Trinken = wesentlicher Bestandteil unseres Lebens.

 

Mund Ü Magen Ü Darm Ü Blut Ü ganzer Körper

Nahrung wir assimiliert

 

57 Ich lebe durch die Kraft des lebendigen Gottes, der mich gesandt hat. Ebenso wird jeder, der meinen Leib isst, durch mich leben.

 

Jesus muss zur Gänze in uns sein, wichtigster Teil unseres Selbst. (Ich bin)

 

= eine Seite vom Bild

Beantwortet noch nicht die Frage: Wie kann ich ihn essen?

 

 

Andere Seite:

 

Das Wort birgt ein Geheimnis das die Menschen damals noch nicht verstehen konnten.

Ich kann das Fleisch einer lebenden Kuh nicht essen.

 

Jesus „musste“ sterben.

Es gibt keinen anderen Weg.

 

JC: Ihr könnt das Brot des Lebens erst essen, wenn ihr mein Opfer am Kreuz für euch akzeptiert.

... wenn ich auch für dich und deine Sünden am Kreuz gestorben bin.

JC essen heißt zum Kreuz kommen.

Sein Opfer in seiner ganzen Realität und Härte aufnehmen.

Ü Unser hässliches Kreuz.

 

Aber nur im Kreuz ist das (ewige) Leben.

In der Hässlichkeit leuchtet die Schönheit durch.

Ohne Kreuz kein Ostern.

Wir brauchen nicht beim Kreuz stehen bleiben, aber wir dürfen es auch nicht übersehen.

 

Gal 2,20

Darum lebe nun nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Das Leben, das ich jetzt noch in diesem vergänglichen Körper lebe, lebe ich im Vertrauen auf den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sein Leben für mich gegeben hat.

 

Billiger gibt es das ewige Leben nicht.

 

Keine vergeistigte „null Problemo“ Beziehung.

„Komm zu Jesus und du wirst erfolgreich, glücklich, gesund, reich, schlank...“

 

Zum Kreuz kommen

= nicht: einfach „positiv denken“ und alle Probleme wegschieben.

         = meine Welt (Sünde, Schuld, Verlorenheit, Fluch...) zu sehen.

„Komm zu mir die ihr mühselig und beladen seid“, „Lade deinen Müll beim Kreuz ab!“

 

Warum? Um mich schlecht zu fühlen?

         Ü Um umso mehr zu glauben!

 

Dein Sterben o Herr, ist unsere Hoffnung.

Im Kreuz liegt die Kraft für unsere Rettung.

 

 

Es ist die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat,

die uns die Hoffnung auf das ewige Leben gibt und

die Kraft, die uns dabei hilft mehr und mehr der Mensch zu werden, der wir nach Gottes Plan sein sollen.

 

 

Jesus als Brot des Lebens zu essen heißt, so selbstverständlich, wie wir unsere Mahlzeiten regelmäßig einnehmen, so selbstverständlich ihn zum bestimmenden Faktor unseres Lebens sein lassen.

 

 

Es ist ja nicht egal, wie ich mich ernähre.

Film: „Supersize me“

Positive Auswirkung gesunder Ernährung.

 

Der Mensch lebt nicht von Brot allein.

Jeder Mensch hat „Hunger“ nach Liebe, Anerkennung, Bestätigung...

Womit versuche ich diesen Hunger zu stillen?

 

Wenn ich versuche meinen Hunger nach Liebe durch schnelle Lustbefriedigung zu stillen, werde ich bald sehr einsam sein. Das Hungergefühl ist zwar kurz bekämpft, aber wirklich satt im positiven Sinne werde ich dadurch nicht werden.

 

Wenn ich mit der Ellbogentechnik durchs Leben kämpfe, werde ich vielleicht der erste bei der Supermarktkasse sein, aber der letzte, der mich als Freund haben will.

 

Meinen Hunger nach Anerkennung kann ich nicht dadurch stillen, dass ich mich mit aller Gewalt in den Vordergrund dränge: Wo ist die nächste Seitenblicke Kamera? Letztendlich bewirkt so ein Verhalten das genaue Gegenteil.

Anerkennung finde ich bei dem, der mich liebt, so wie ich bin, der mich immer schon geliebt hat, noch bevor ich ihm zeigen konnte, wie toll ich bin, bei dem, der laut Bibel die Liebe in Person ist.

 

Und er gibt Liebe, Annahme, Vergebung, Anerkennung, Freude... Leben im Überfluss! (12 Körbe)

 

 

Das Abendmahl (Brotbrechen) ist nach freikirchlichem Verständnis ein Erinnerungsessen, bei dem wir uns bewusst machen, was er für uns getan hat. Nachdem das Christentum seinem Wesen nach unkultisch ist, können wir das Abendmahl auch ohne vorgegebene Riten gestalten.

 

Kult: „Eine religiöse Zeremonie, durch die eine Annäherung an Gott vollzogen werden soll, oder umgekehrt, Gott dazu bewegt werden soll, sich den Menschen zu nähern.“

 

Durch das Kreuz JC hat jeder Gläubige unmittelbaren Zugang zu Gott!

Im ganzen NT wird die Möglichkeit verneint Gott im Kult näher zu kommen als im Alltag.

 

Jesus hat gesagt, dass wir dieses Mahl feiern sollen, nicht um einen neuen religiösen Brauch einzuführen, sondern um ihn in unserem Gedächtnis zu behalten.

 

Und deshalb wollen wir das jetzt auch tun.